Planeten Gestirne

und Fixsterne

 

Wenn in der Astrologie von den Planten die Rede ist, dann ist zu berücksichtigen, dass der Astrologie ein geozentrisches Weltbild zu Grunde liegt. Daraus folgt, dass neben den aus der Astronomie bekannten auch Sonne und Mond als Planeten verstanden werden.

Um begriffliche Klarheit zu schaffen sei gesagt: die klassische Astrologie fasste unter Gestirnen all jene Sterne zusammen, die mit dem freien Auge zu erkennen waren. Unter den Gestirnen wurden wiederum die Planeten, die Wandelsterne, von den Fixsternen unterschieden.

 

Planeten aus der Sicht der Astronomie

Aus astronomischer Sicht sind Planeten Himmelskörper, die sich in ellipsenförmigen Bahnen um eine Sonne bewegen. Nach dem ersten keplerschen Planetengesetz steht die Sonne in einem Brennpunkt dieser Ellipsen.

Astronomisch werden die Planeten in zwei Gruppen eingeteilt, in die inneren und in die äußeren Planeten. Zu den inneren Planeten zählen Merkur und Venus, zu den äußeren Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto (wobei dieser seit 2006 von der Internationalen Astronomischen Kommission als Zwergplanet eingestuft wird).

Diesen beiden Gruppen lassen sich einige allgemeine Eigenschaften zuschreiben, die sie voneinander unterscheiden. Die inneren Planeten kreisen schneller, die äußeren kreisen langsamer als die Erde um die Sonne.

Die inneren Planeten sind verhältnismäßig klein, sie haben eine feste Oberfläche, schwach ausgebildete Atmosphären und sie rotieren relativ langsam Die äußeren Planeten sind verhältnismäßig groß, haben riesige Atmosphären, eine hohe Rotationsgeschwindigkeit und einen gänzlich andersartigen inneren Aufbau.

In der antiken Astrologie waren sieben Planeten bekannt: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Von neuzeitlichen Astrologen ist diese Auflistung um die Planteten Uranus und Neptun erweitert worden, nach der Entdeckung des Pluto kam noch ein 10. Planet hinzu.

Jeder der Planeten gilt als Regent in einem der Tierkreiszeichen, dass er mit dem ihm zugeschriebenen Eigenschaften, die dem des Tierkreiszeichens ähnlich sind, beherrscht. Diese Zuschreibungen begannen bereits in babylonischer Zeit und wurden in der klassischen Antike weitestgehend kanonisiert.

 

Die Länge der Planeten

Die Planetenbahnen liegen annähernd in der Ebene der Erdbahn und somit auch im Tierkreis. Diese Neigung der Planetenbahnen wird als geozentrische Breite angegeben, die je nach Bahnposition zwischen einem Maximum und Minimum pendelt.

Für astrologische Arbeiten weit bedeutender ist die Angabe einer Planetenstellung auf dem Tierkreis in der geozentrischen Länge. Die geozentrische Länge eines Planeten wird astronomisch berechnet, sie ist in einer Gestirnsstands-Tabelle, in den Ephemeriden aufgelistet, denen der tägliche Planetenstand für die Mittagszeit in Greenwich entnommen werden kann.

Die Planeten bewegen sich mit der Tierkreiszeichenfolge um die Sonne (d.h. sie gehen im Horoskop gegen den Uhrzeigersinn). Dieser Gang der Planeten ist aber, über einen größeren Zeitraum betrachtet, nicht gleichmäßig.

Das gilt für die Sonne und den Mond, aber insbesondere für die Planeten, die sogar ihren Lauf in der Reihe der Tierkreiszeichen unterbrechen können. Von der Erde aus beobachtet werden sie manchmal vermeintlich langsamer, kommen zum Stillstand, bewegen sich sogar rückwärts, um dann erneut dem Tierkreis zu folgen.

Wie gesagt: Diese Bewegungen der Planeten sind nur scheinbar und ergeben sich lediglich für den Beobachter auf der Erde. Von der Sonne aus betrachtet ziehen die Planeten nahezu gleichmäßig ihre Bahn, die durch die Gravitationskräfte hervorgerufenen Beschleunigungen und Verzögerungen sind minimal.

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